Gestatten, ich bin der Antagonist

Jonathan steht am Morgen auf. Die Sonne scheint durch sein Fenster, und draussen singen die Vögel. Er ist sofort total ausgeschlafen und startet mit Kaffee und einem leckeren Frühstück in den Tag. Auf dem Weg zur Arbeit geschieht absolut nichts, und er kommt wie immer rechtzeitig ins Büro. Seine Mitarbeiter grüssen ihn freundlich, die Chefin lächelt ihm zu und die Arbeit macht mal wieder total Spass…

Ganz ernsthaft, würdest du so eine Geschichte lesen wollen? Wahrscheinlich nicht.

(gettyimages)

(gettyimages)

“Es passiert ja gar nichts”, würdest du dich wahrscheinlich beschweren und das Buch kurzerhand weglegen.

Denn wie wir alle wissen, interessieren wir uns mehr dafür, wer wen betrogen und wer mit wem gestritten hat, als für eine harmonische Beziehung oder einen friedlichen Alltag. Und genauso ist es in der Literatur. Eine Geschichte über einen Helden, dem alles gelingt, ist einfach nur totlangweilig. Ein spannender und guter Plot lebt vom Konflikt.

Und da spielt einer eine ganz besondere Rolle: der Antagonist.

(Ich benutze im folgenden die männlichen Formen, meine aber genauso auch Antagonistin, Protagonistin, Leserin und Autorin.)


Antago – wer?Antagonist

Der Antagonist ist sozusagen das Gegengewicht zum Protagonisten, dem Helden oder schlicht der Hauptfigur unserer Geschichte. Während der Protagonist schon dem Namen nach für etwas kämpft (pro-), kämpft der Antagonist dagegen (anti-). Diese Rollen gehen auf das antike griechische Drama zurück, und sind seitdem feste Bestandteile der Diskussion von Literatur.

Der Antagonist ist also dafür zuständig, den Protagonisten am Vorwärtskommen oder am Erreichen seine Ziels zu hindern, aber auch dafür, durch genau diese Herausforderungen sicherzustellen, dass sich der Protagonist entwickelt und am Ende über sich hinauswachsen muss. Er ist also Gegenspieler und Entwickungshelfer in einer Person.


Antagonistische Kräfte

Nicht jeder oder alles, was der Protagonist auf seinem Weg entgegentritt, ist sofort ein Antagonist. Nehmen wir zum Bespiel eine Horde Zombies, die unseren Helden angreift, oder ein Schar von Kleinganoven und kriminellen Handlangern, die dem Privatermittler vom grossen Mafiaboss auf den Hals gehetzt werden.

Natürlich sind diese Figuren dem Protagonisten entgegengestzt und versuchen, ihn am Erreichen seines Ziels zu hindern. Dennoch ist uns auch irgendwie klar, dass ihnen noch etwas zum Level des ‘vollen Antagonisten’ fehlt. Genauer gesagt, hauptsächlich zwei Dinge

  1. Gleichwertigkeit – ein wahrer Antagonist ist eine Figur, die dem Protagonisten gleichgestellt ist, sich also in jeder Hinsicht auf dem selben Level befinden. Er braucht eine eigene Persönlichkeit, und eine gewisse Machtposition. Eine Horde Zombies und eine Handvoll Kleinganoven hat in der Regel weder das eine noch das andere.
  2. Eigener Wille: Der Antagonist stellt sich seinem Gegener aus freien Stücken in den Weg. Er hat entschieden (oder entscheidet immer wieder), dem Protagonisten das Leben so schwer wie möglich zu machen; er hat ein ganz persönliches Problem, einen eigenen Konflikt mit seinem Gegenüber. Die Zombies haben in der Regel keinen eigenen Willen, und die Kleinganoven tun, was ihnen der Chef aufträgt.

Aus diesen Gründen würden wir die genannten Figuren(gruppen) als antagonistische Kräfte bezeichnen, oder als Werkzeuge des eigentlichen Antagonisten, der im Hintergrund die Fäden zieht – z.B. des Wissenschaftlers, der Supersoldaten erschaffen wollte und dabei Zombies kreiert hat, oder des skrupellosen Mafiabosses, der die Ermittlungen um jeden Preis behindern will.

Goal-Obstacle-Conflict


Antagonismus in Schichten

Dennoch kann ein Plot auch mehrere, zum Teil sogar unabhängige Antagonisten haben. Diese sind oft auf verschiedene ‘Level’ der Handlung verteilt, treten also dem Protagonisten in verschiedenen Phasen oder Situationen gegenüber, und wollen dabei unterschiedliche Ziele verhindern.

Nehmen wir als Beispiel den ersten Band der Hunger Games/Die Tribute von Panem Serie von Suzanne Collins:

il_570xN.754161929_meo0Die Protagonistin ist Katniss. Auf dem Handlungslevel der Hungerspiele sind die Antagonisten die anderen Jugendlichen/Tribute – vor allem die grausamen und selbstsüchtigen “Karrieretribute” – weil jeder von ihnen die Spiele gewinnen will und dafür die anderen ausschalten muss.

Ausserhalb der Spiele wird vor allem Präsident Snow zu Katniss Antagonisten – er will verhindern, dass Katniss gewinnt, damit sich nicht zu einer Symbolfigur des Widerstandes wird.

Und auf dem höchsten Handlungslevel, dem der möglichen Revolution, ist der Antagonist gar gesamte Capitol bzw. die gehobene Gesellschaft von Panem an sich, die Katniss und die anderen Menschen unterdrückt.

Hier wird auch klar, dass die einzelnen Ebenen miteinander verknüpft sein können – schliesslich ist Präsident Snow nicht nur eine Privatpersonen sondern auch ein Repräsentant der Gesellschaft und der Gesellschaftordung. Oft verfolgen die verschiedenen Antagonisten jedoch ein ganz eigenes Ziel, oder handeln mit individueller Motivation und aus persönlichen Gründen – Präsident Snow möchte nicht (nur) die bestehende Gesellschaftordnung schützen, sondern auch seine eigene Machtposition erhalten.


Ist der Antagonist immer der Böse?

27a8e841371a5c056cbfcb0fbb448ec3Klassischerweise wird der Protagonist mit dem Helden im wörtlichen Sinne gleichgesetzt, also mit dem Prinzip des ‘Guten’. Das macht den Antagonisten dann automatisch zum Schurken, zum Repräsentanten des ‘Bösen’. Der weisse und der schwarze Ritter, der Polizist und der Verbrecher, der Sheriff und die Posträuber, oder der Superheld und sein Erzrivale – Beispiele gibt es zu genügend.

Jedoch hat sich gerade in der moderneren Literatur das Konzept des ‘Helden’ stark gewandelt. Oft interessiert sich der Leser mehr für eine normale Person mit Schwächen und Problemen als für einen strahlenden, fehlerlosen Helden, weil man sich mi einer solchen Figur mehr identifizieren kann, und weil eine solche Geschichte mehr Konflikte, also auch mehr Spannung verspricht. Auch das Ende ist offener – bei Superman und Co. wissen wir ja bereits, wer gewinnt, bei unserem selbstzweifelnden und häufig versagenden ‘Antihelden’ dagegen nicht.

Genauso ist auch der Antagonist nicht länger das personifizierte Böse, sondern jemand, der einfach eine andere Sicht auf die Dinge hat, manchmal sogar der moralisch Überlegene, der eigentliche ‘Gute’.

Nehmen wir zum Beispiel einen modernen Thriller, der aus der Sicht eines psychopatischen Serienkillers geschrieben ist. Diese eindeutig ‘böse’ Figur ist trotzdem per Definition der Protagonist, während der ‘gute’ Ermittler, der versucht, den Killer zu stoppen, der Antagonist ist. Der Killer kämpft dafür weiter zu morden, der Ermittler dagegen.

Wie im wahren Leben sind die eindeutigen Dimensionen ‘gut’ und ‘böse’ nicht mehr klar abgrenzbar, statt ‘weiss’ und ‘schwarz’ findet man immer häufiger nur Varianten von grau.


Seitenwechsel erlaubt – Verwirrung ebenfalls

f7c3881d486d417d53ea9467119122a0Natürlich muss hier auch noch erwähnt werden, dass viele Plots davon leben, dass der ‘wahre’ Antagonist erst ganz am Schluss enthüllt wird. Ein gutes Beispiel ist hier der klassische Kriminalfall, bei dem erst ganz am Schluss feststeht, wer nun der Mörder war und warum. Oder es stellt sich heraus, dass es noch einen ‘höheren’ Antagonisten gibt, dass jemand der Drahtzieher war und die ganze Zeit aus dem Hintergrund alles gesteuert hat.

Genauso können sich der Protagonist und der (vermeintliche) Antagonist verbünden, um dann gemeinsam gegen den eigentlichen Antagonisten zu kämpfen. Oder umgekehrt: der beste Freund oder der langjährige Helfer des Protagonisten stellt sich plötzlich als der eigentliche Antagonist heraus. Schliesslich ist es im wahren Leben auch so, dass Menschen plötzlich die Seiten wechseln, oder ihre wahren Absichten lange verschleiern.

Für den Autor gilt also: Erlaubt ist, was gefällt – und was Spannung erzeugt 🙂


Ist der Antagonist immer ein Mensch?

conflictgrantsniderDie Antwort ist hier ein klares Nein. Der Antagonist muss keine Figur, keine Person sein. Genauso gut kann es sich um eine Gruppe von Personen handeln, eine Organisation, die Natur, ein abstraktes Prinzip (die politische Lage, ein Ideal, religiöse und magische Kräfte), ja sogar die eigene Vergangenheit des Protagonisten.

In vielen Dystopien ist der eigentliche Gegner die (korrupte) Gesellschaft oder die diktatorische Staatsordnung; einzelne Personen, die sich dem Protagonisten in den Weg stellen, tun dies oft in erster Linie als Repräsentaten dieser Ordnung und nicht aus persönlichen Gründen. So wird der Protagonist z.B. vom Präsidenten verfolgt, weil er eine Rebellion gegen den Staat anzetteln will, und nicht, weil der Präsident ein persönliches Problem mit der Person hat.

Und wenn Protagonist und Antagonist gar in derselben Person vereint sind, also für den Helden ein Konflikt mit sich selbst, seiner Vergangenheit oder einer Seite seiner eigenen Persönlichkeit besteht, hat man eine sehr interessante Grundlage für einen dramatischen/psychologischen Roman, oder sogar einen Thriller.


Wie wird man ein guter Antagonist?

Zu diesem Thema wurden schon ganze Schreibratgeber verfasst und etliche Blogposts geschrieben. Daher halte ich mich kurz.

dd0381a08d9c489bb2fd1d6625e14278Für mich persönlich sind vor allem drei Dinge wichtig – egal, ob es sich beim Antagonisten um eine Person handelt oder um eine abstraktes Konzept:

  1. Der Antagonist muss einen echten Gegner für den Protagonisten darstellen, eine Herausforderung, bei der es auch manchmal so aussieht, als würde der Protagonist unterliegen. Ansonsten ist das Ende zu vorhersehrbar, und daher eher langweilig.
  2. Der Antagonist braucht eine eigene Persönlichkeit. Er darf nicht einfach nur ‘böse’ oder ‘verrückt’ sein, er braucht auch eine liebenswerte und gute Seite, und vor allem mehrere Facetten. Dasselbe gilt auch, wenn es sich nicht um eine Person handelt – auch die Gesellschaft in einer Dystopie darf nicht nur schlechte Seiten haben (z.B.Unterdrückung, Diskriminierung), sondern muss auch gute besitzen (z.B.Funktionalität, Sicherheit).
  3. Der Antagonist muss den Leser genauso ansprechen wie der Protagonist. Ob es nun so ist, dass der Leser den Antagonisten mit Freude hasst, oder mehr so, dass der Leser sich selbst ab und zu fragt, welche Seite eigentlich die ‘richtige’ ist und wo er selbst in diesem Konflikt steht, spielt keine grosse Rolle. Wichtig ist eher, dass der Antagonist eine überzeugende Persönlchkeit ist – kein wandelndes Klischee – und dass der Leser seine Motivation versteht, selbst wenn diese nur aus der verzerrten Wahrnehmung des Antagonisten Sinn macht.

Und zuletzt: (M)ein Beispiel

Wenn man meine zahlreichen Kurzgeschichten ignoriert, arbeite ich derzeit an vier Projekten. In einem davon – einer Dystopie – ist die Gesellschaft der eigentliche Antagonist, in zwei anderen sind es Personen; jedoch beruht die Spannung darauf, dass erst am Ende klar wird, wer bzw. warum. Genauere Erklärungen würden also zu mehr oder weniger massiven Spoilern führen.

Aus diesem Grund möchte ich kurz über die Antagonisten in meinem vierten Projekt sprechen.puzzle

Zwei beste Freunde.
Zwei Jahre Trennung.
Und zwei Geheimnisse, die alles für immer verändern könnten.

In Solving Puzzles gibt es natürlich auch verschiedene antagonistische Kräfte und Figuren, jedoch sind die eigentliche Antagonisten keine klassischen ‘Personen’.

Obwohl sich beide Protagonisten an einem Punkt sogar antagonistisch gegenüberstehen und es so aussieht, als ob ihre enge Freundschaft an ihren unterschiedlichen Ansichten zerbrechen könnte, kämpfen sie doch beide in erster Linie mit sich selbst, mit Teilen ihrer eigenen Vergangenheit und Persönlichkeit.

Für vieles im Leben muss man kämpfen. Gegen vieles kann man kämpfen. Doch was ist, wenn die eigene Vergangenheit, der eigene Verstand oder das eigene Herz der stärkste Gegner ist?

Für Aiden ist das grosse Problem, dass er sich in seinen besten Freund verliebt hat und nicht weiss, wie er damit umgehen soll. Einfach darüber zu reden kommt für ihn nicht in Frage – er hat zu viel Angst, die Freundschaft zu zerstören. Andererseits bedeutet Schweigen für ihn, ein Geheimnis vor seinem besten Freund zu haben, was seinem Ideal von Freundschaft widerspricht. Ehrlichkeit und Vertrauen sind Werte, die für ihn extrem wichtig sind, die er auch permanent von anderen einfordert – und nun verstösst er selbst dagegen. Seine primären Antagonisten sind somit die eigenen Ideale und Gefühle.

Bei Gabriel – Aidens bestem Freund – ist die Sache noch komplizierter. Zunächst scheint er gegen die eigene Schwäche anzukämpfen (bzw. gegen die gesundheitlichen Folgen eines Unfalls) und gegen den eigenen Stolz, eben keine Schwäche zeigen zu wollen – ungeachtet der Konsequenzen. Doch dann stellt sich heraus, dass etwas aus seiner Vergangenheit sein ganzes Leben kontrolliert, etwas, woran er sich nicht einmal erinnern kann. Als Verdrängen nicht mehr funktioniert, versucht er schliesslich, die Erinnerung zu erzwingen – und macht damit alles nur noch schlimmer. Sein primärer Antagonist ist der eigene Verstand – geprägt von Ereignissen in der Vergangenheit und den Reaktionen darauf, die seine Persönlichkeit in gewisser Weise geformt haben und bis heute sein Verhalten beeinflussen.

Klingt komplex?

Genau. Und gerade deshalb ist es perfekt für meine Geschichte.

Zum einen fasziniert mich nichts mehr als die Mechanismen, die bewusst und unbewusst den menschlichen Verstand formen und beeinflussen, zum anderen bin ich überzeugt, dass wir selbst unser eigener schlimmster Gegner sein können. Beide Konzepte versuche ich in Solving Puzzles zu vereinen. Ich hoffe, es wird gelingen 🙂

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Mehr Theorie? – Reden wir doch mal übers Wetter

Und was meinst du so? Schreib mir doch einen Kommentar.

9 thoughts on “Gestatten, ich bin der Antagonist

  1. Ich liebe diesen Artikel. Danke dafür. Er zeigt nicht nur im Detail, was ein Antagonist ist und das in allen möglichen Facetten, sondern auch noch, wie du dieses Konzept in deinen eigenen Geschichten unterbringst. Und ja, ich stimme dir zu, der eigene Verstand kann unser größter Feind werden. Das ist eine sehr dunkle Wahrheit.
    Ich finde interessant, dass du Antagonisten als Entwicklungshelfer siehst, denn das sind sie ja wirklich. Nur, wenn durch ihren Einfluss, kann der Protagonist zu dem werden, was er am Ende eines guten Romans ist.
    Im Übrigen muss ich sofort an Death Note denken, wenn es um schwarz-weiß bei Protagonist und Antagonist geht. Light Yagami war ja nun wirklich alles andere als gut, obwohl er seiner Ansicht nach einem Gott glich. Wohingegen L, der als Antagonist und Ermittler galt, der eigentlich Gute war. Jemand mit moralischen Ansprüchen und echter Menschlichkeit.
    Und ich muss sagen, dass der beste Freund zum Antagonisten wird, ist ein Thema, das mich sehr fasziniert. Ich stelle mir dann immer vor, was passieren muss, damit sich zwei Menschen, die einander vertrauen und mögen, beginnen abgrundtief zu hassen. Ich denke, es können manchmal auch ganz banale Kleinigkeiten sein …

    Grüße
    +Mika+

    Liked by 1 person

    • Danke dir für den tollen Kommentar ^^

      Ja, der beste Freund als Antagonist hat mich auch schon immer sehr interessiert (siehe Sasha und Eric 😉 ). Hier spielt eine grosse Rolle, dass der Antagonist sich ja gerechtfertigt fühlt, dass sein Verhalten aus seiner Sicht absolut logisch ist und Sinn macht.

      Und du hast recht, so ein Konflikt kann sich aus Kleinigkeiten entwickeln.

      Death Note ist übrigens ein sehr gutes Beispiel. Viele Manga/Anime sind wirklich gut darin, die Grenzen zwischen ‘gut’ und ‘böse’ zu verwischen.

      Liked by 1 person

  2. Reblogged this on + Dunkelfeder + and commented:
    Guten Abend ihr Lieben,

    ich habe es heute nicht geschafft, einen Blogbeitrag zu verfassen. Eigentlich wollte ich euch die Protagonistin aus meinem derzeitigen Projekt vorstellen, aber wie es so ist, hatte ich Besuch, war im Zoo und habe in der letzten Woche nur an der Überarbeitung meines Projekts gesessen.
    Deshalb reblogge ich heute diesen wundervollen Beitrag meiner Autorenfreundin Stella Delaney. Es geht um ein wichtiges Thema beim Schreiben eines Romans: Die Antagonistin oder den Antagonisten. Ich denke, es gibt einige Details zu lesen, die ihr noch nicht wusstet. Von daher, viel Spaß.

    Schönen Restsonntag
    +Mika+

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