… das, was ich schreibe

“Was schreibst du eigentlich? So generell, meine ich.”

Hmmmm…

Gar nicht so einfach, diese Frage in ein paar Zeilen zu beantworten.

Dabei würde schon ein einziges Bild als Antwort genügen:

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Kleine Lichter in der Dunkelheit. Das sagt eigentlich schon alles.

Trotzdem kann es nicht schaden, etwas mehr ins Detail zu gehen:

Mein bevorzugtes Genre ist sehr schwer einzuordnen. Die meisten meiner Romanprojekte lassen sich am besten als eine Mischung aus Spannungsliteratur und Beziehungsgeschichte beschreiben, mit einem starken Fokus auf den Beziehungen der Figuren zueinander, aber auch auf psychologischer Spannung (z.T. fast schon im Thriller-Bereich). Daneben finden sich auch Elemente von (Gay) Romance, dramatisch/tragische Situationen sowie in der Regel ein Aufbau, der an Krimi oder Mystery erinnert. Abhängig von der Geschichte spielt das ganze in der Gegenwart, oder auch vor einem dystopischen oder fantastischen Hintergrund. Es ist nie ‘einfach nur’ eine Liebesgeschichte oder ein ‘typischer’ Spannungsroman, sondern immer eine Verknüpfung ganz verschiedener Fäden.

Und wo ist dabei die Dunkelheit?

largeVereinfacht gesagt: Allgegenwärtig, und sei es nur im Hintergrund. Alle meine Geschichten werden an mindestens einem Punkt ziemlich ZIEMLICH düster.

Generell wähle ich gerne Themen der Kategorie ‘nicht für jeden’. Als Beispiele finden sich in meinen gegenwärtigen Projekten (teils exzessive) Gewalt, Mord, Tod, (Kinds-)Missbrauch, Trauma, Selbstmord(-versuche) und Schilderungen von schweren psychischen Krankenheiten, Obsessionen und Verrücktheiten (oft nicht die sympatische Art).

Dabei bin ich kein Fan von sinnloser Gewalt oder blutigen Exzessen, wie sie in Splatterfilmen (Hostel, Saw und ähnlichem) oder sogenannten ‘extremen’ Psycho-Thrillern vorkommen. Meine Themenwahl ist vielmehr ein Resultat meiner tiefen Faszination für alles Psychologische. Nichts ist stärker der menschliche Verstand, und gleichzeichzeitig ist nicht zerbrechlicher. Diese Tatsache, und die subtilen Mechanismen, die uns bewusst und unbewusst steuern und formen, bilden den Kern aller meiner Geschichten.

Okay, aber da ist auch noch Licht, oder?

tumblr_lty37cDXoo1qgwakno1_400Natürlich. Mir geht es nicht um einen (billigen) Schockeffekt, oder ein einfaches Mittel, um den Figuren eine tragische Dimension zu verleien. Wenn ich eine Geschichte erzähle, dann sind ‘dunkle Themen’ zwar vorhanden, aber nie der alleinige Zweck der Geschichte oder der einzige Motor, der die Handlung antreibt.

Mein Ziel ist es vielmehr, die Figuren in den Mittelpunkt zu stellen und von allen Seiten zu beleuchten. Zu zeigen, welche Ereignisse und Erfahrungen sie zu den Menschen gemacht haben, die sie sind. Wie sie mit den Konflikten umgehen, in denen sie sich – oft teils aus eigener Schuld und teils völlig unschuldig – befinden. Wie diese speziellen Konflikte diese speziellen Personen beeinflussen und verändern. Und letztlich, wie (und ob) sie diese Konflikte lösen.

Die Figuren, ihre Persönlichkeiten und ihre Beziehungen zueinander sind das, was meine Geschichten letztlich ausmacht.

Und egal wie düster es für sie aussieht, es gibt immer auch einen Funken Hoffnung.

 


Und noch nebenbei –

Um meine ‘Besessenheit’ mit Verweisen auf Lieder oder Musikstücke zu erklären: Meine Geschichten beginnen fast immer als Filme in meinem Kopf. Gewisse Szenen sehe ich so klar vor mir, als hätte ich einen Fernseher eingeschaltet; und oft spule ich sie dann zurück und wiederhole sie wieder und wieder mit kleinen Änderungen, bis wirklich alles perfekt ist. Mein Ziel ist es dann, diese Bilder in den Kopf des Lesers zu übertragen, sie ‘mit Worten zu zeichnen’, so genau wie möglich, aber dennoch mit den Freiheiten, manche Dinge und Figuren so zu sehen, wie man es selbst am liebsten möchte.

detail_1011_11021Und wie jeder gute Film haben dann auch meine Geschichten einen ganz spezifischen ‘Soundtrack’. Musik ist ohnehin eine meiner grössten Inspirationen und der beste Weg, mich selbst in die richtige Stimmung für eine Szene zu versetzen. Denn Musik is pures Gefühl, wie eine Geschichte ohne Worte, oder – falls der Text auch noch passt – wie ein Gedicht über einen bestimmten Moment. Aus diesem Grund erstelle ich oft Playlisten, und teile diese auch gerne mit meinen Lesern. Das Anhören ist aber natürlich immer freiwillig.

(Soweit die Theorie. Für einen genaueren Einblick empfehle ich einen *klick* auf meine aktuellen Projekte, oder auf die ‘Kostproben’. Und falls es noch offene Fragen gibt – einfach stellen. Ich antworte gerne.)

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