FBM 2018 Rückblick – Wow. Einfach wow :)

Ja, ich weiss, ich bin spät dran. Die FBM liegt ja nun schon ein paar Wochen zurück …

Aber zum einen war ich ziemlich im Stress, da mein Kurzroman unbedingt fertig werden sollte (mehr dazu bald! Hoffe ich …), zum anderen fehlen mir immer noch ein bisschen die Worte. Ja. Immer noch. Ganz ehrlich.

Trotzdem kommen hier ein paar Bilder und Eindrücke von meiner diesjährigen FBM – nur kleine Ausschnitte, keinesfalls vollständig!

Donnerstag, 11.10.18

Es ist soweit! Nach einer problemlosen Anreise und Kofferabstellen im Hotel laufe ich zum ersten Mal über die Agora. Viel wärmer als gedacht. Teilweise konnte man sogar im T-Shirt draussen sitzen – das war im letzten Jahr anders.

 

Nach einem kurzen Besuch am Skoutz Stand und einem ersten Streifzug durch Halle 3 wartete schon mein erstes kleines Highlight auf mich: Ich hatte die Ehre, auf der Dachterrasse von Halle 6 mit Andreas Allgeyer ein bisschen zu plaudern. Das Ergebnis kann man (ungeschnitten!) in der vierten Folge seines “not so urban” Podcasts belauschen. Und wann wird man schon mal mit einer Polaroid Kamera fotografiert?

Nach ein paar weiteren Erkundungen von Halle 3 endete mein erster (halber) Messetag mit viel Vorfreude auf Tag zwei.

 

Freitag, 12.10.18

Guten Morgen, Frankfurt!

Ganz entspannt ging es nach dem Frühstück zu Fuss vom Hotel zur Messe. Zuerst ein Besuch in Halle 4 (vor allem im Non-Book Bereich), dann wieder zurück zu Halle 3.

Frei nach dem Motto “einmal pro Messe kann man ein bis zwei Stunden in der Signierschlange verbringen” stellte ich mich schon um 13.30 bei dtv für Jussi Adler-Olsen an, der um 14.00 Uhr signieren sollte. Und obwohl die Schlange gar nicht so lang wirkte, dauerte es doch eine knappe Stunde, bis ich meine drei Signaturen hatte.
Es hat sich jedoch nicht nur wegen der Unterschrift gelohnt – Jussi Adler-Olsen ist ein witziger, charmanter und extrem freundlicher Autor, der sich für jeden seiner Fans kurz Zeit nahm, und mir sogar ein Herzchen neben seine Unterschrift malte, nachdem er gehört hatte, dass ich für meine Mutter und Schwester mit anstand (die beide ebenfalls Fans sind, aber nicht an der FBM sein konnten).

Natürlich durfte auch ein Treffen mit meinen Nornenschwestern nicht fehlen.


Gegen 16.00 Uhr musste ich die Messe bereits wieder Richtung Hotel verlassen, denn schliesslich stand am Abend ein ganz besonderes Ereignis auf dem Plan: die Verleihung des Skoutz Awards.
(Ihr erinnert euch vielleicht, dass ich an der LBM ganz überraschend von meiner Midlist-Plazierung erfahren hatte, und es dann zu meinem allergrössten Erstaunen gar auf die Shortlist geschafft habe.)

Dem Motto “literally glamorous” musste ja schliesslich noch genüge getan werden (eine Runde Styling war angesagt), und gegen 18.45 machte ich mich mit klopfendem Herzen auf ins Café Walden. Besonders schön fand ich, das bei meiner Ankunft ein freier Platz geradezu auf mich gewartet hatte – am selben Tisch mit meiner wunderbaren Coverdesignerin Rica Aitzetmüller, dem grossartigen Alexander Kopainski sowie den ebenfalls Nominierten Marie Grasshoff (Cover), Lin Rina (History) und Saskia von Red Fairy Books (Blog).

Und gegen 21.00 Uhr  – nach zwei lustigen Stunden mit Filmtitelquiz und Flammkuchen-Essen – kam es dann zu meinem ganz persönlichen Messe-Highlight. Meine Kategorie Anthologie war die erste, die verkündet wurde, und mein kleines Büchlein hatte doch tatsächlich gewonnen. Es war ein absoluter Schock – weil ich damit nie und nimmer gerechnet hätte – aber gleichzeitig auch einfach nur wunderschön.

Mit Salih Jamal, Gewinner in der Kategorie Contemporary

Mit Rica, meiner lieben und zauberhaften Coverdesignerin

 

Eine Übersicht über alle Sieger und noch mehr Bilder vom Abend gibt es auf der Skoutz Seite.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht vorenthalten möchte ich euch auch die grossartige Laudatio meines Chefjurors Thorsten Küper:

Nachdem ich mich in den beiden Rezensionen zur Skoutz Shortlist im Bereich Anthologie mit Sammlungen beschäftigt habe, die Texte mehrerer Autoren umfassen, nun die Kollektion einer einzelnen Autorin: Stella Delaneys „Staub und Regenbogensplitter – 13 dunkelbunte Geschichten.“

Die rote Linie, die sich durch dieses Buch zieht, ist in Wahrheit ein ganzes Farbspektrum. Farben als Motiv sind das verbindende Element von Delaneys oft kurzen Geschichten, aus einer Perspektive erzählt, die manchmal an die eines Betrachters im Zug erinnert, der durch die Fenster vorbei ziehender Häuser an der Bahnstrecke kurze Einblicke ins Leben anderer Menschen gewinnt.

Aufmerksam wurde ich durch den ersten Text „Weiß: Wie eine leere Leinwand“.

Delaney liefert ein Lehrstück über Aufbau und Funktionalität einer Kurzgeschichte ab. Jedes Wort sitzt, die Autorin erzählt, ohne zu erklären, lässt Farben sprechen und transportiert Emotionen unausgesprochen zwischen den Zeilen. Eine Kurzgeschichte beginnt irgendwann im Leben ihrer Hauptfiguren und sie muss kein scharf definiertes Ende haben, sie darf Spielraum für die eigene Fantasie lassen. In „Wie eine leere Leinwand“ überlässt uns Delaney die Antwort auf die Frage, wie es weitergeht. Ebenso in „Der Weg vor uns.“  Aber das muss keine Schwäche sein.

Auf ein Genre will sich die Autorin genau so wenig festlegen. Liebe spielt eine große Rolle, „Der Weg vor uns“ könnte eine Dystopie sein,, genau wie „Fenster und Spiegel“, „Durch den Nebel“ oder „Tiefe Wasser“  sind in Fantasy-Welten angesiedelt, zumindest würde ich das so deuten.  Der perfekte Mord“ ist ein Krimi mit einem durchaus unerwarteten Ende. „Einfach Kelly“ ist eine charmante kleine Queer-Liebesgeschichte, die auch noch etwas Humor ins Spiel bringt.

Sprachlich ist das alles ausgefeilt und stilistisch wunderbar geschrieben, gelegentlich mag man sich eine andere, deutlichere Pointe wünschen, aber das ist eine reine Geschmacksfrage.

„Staub und Regenbogensplitter“ eröffnet uns Momentaufnahmen aus vielen Universen, die Delaney hoffentlich zur Heimat weiterer Geschichten und ganzer Romane machen wird.

Danke nochmal an das grossartige Team von Skoutz, die wunderbare Jury rund um den Anthologie-Chefjuror Thorsten Küper, meine tolle Tischgemeinschaft – allen voran Rica und Alex, die sich SO DOLL mit mir gefreut haben – und natürlich allen, die für mich abgestimmt und mich auf diesem Weg unterstützt haben. Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen. Aus tiefstem Herzen: DANKE.

Samstag, 13.10.18

Und da war er. Der berühmt-berüchtigte Messesamstag. Zuerst stand für mich ein Besuch in Halle 1 auf dem Programm, nämlich in der Cosplay Area, die inzwischen stark an Leipzig erinnerte. Ich mag es, durch die Gänge zu schlendern, die Artist Alley und die Stände zu bestaunen und die teilweise extrem aufwendigen Kostüme der Cosplayer zu bewundern.

Wahrscheinlich auch wegen des warmen, schönen Wetters wurde es schon bald auf der ganzen Messe richtig voll. Deshalb – und auch weil ich von den Ereignissen des Vorabend noch richtig geplättet war – liess ich es langsam angehen. Treffen mit verschiedenen Kollegen und Freunden standen auf dem Programm – so konnte ich unter anderem auch mein Redaktionsteam vom Schreibmeer wiedersehen bzw einige Neuzugänge kennenlernen. Ganz doll vermisst habe ich dabei unsere Chefredakteurin Tinka, die es dieses Jahr leider nicht an die FBM geschafft hat, und unsere Vize-Chefin und meine wunderbare Lektorin Katherina, die an der BuCon war (und dort hoffentlich viel Spass hatte.

Sehr gefreut hat mich dann auch, dass ich meine Buchsatz-Fee Kim Leopold wiedersehen konnte, und diesmal (im Gegensatz zum letzten Jahr) auch an ein Foto gedacht habe. Kim ist übrigens auch in diesem Jahr für meinen Buchsatz verantwortlich – seid gespannt! (Das Ergebnis ist toll, so viel kann ich schon mal verraten …)


Leider habe ich mal wieder vergessen, von vielen der grossartigen Menschen, die ich getroffen habe, auch Fotos zu machen. Ich gelobe Besserung für nächstes Jahr, und bedanke mich nochmal bei allen für die tollen Gespräche und grossartigen Momente, die wir an der Messe hatten. Ihr seid meine Highlights, jedes Mal!

Sonntag, 14.10.18

Was, schon der letzte Tag? Warum geht das immer so schnell?

Ein letzter wehmütiger Streifzug durch die Hallen, wo inzwischen Bücher verkauft werden dürften und einige reduzierte Waren angeboten wurden. Ich konnte einem Kalender und einem Notizbuch nicht widerstehen, musste aber auch an meinen Koffer denken, der schliesslich kein Übergewicht bekommen sollte.

Kurz nach 15.00 Uhr machte ich mich auf, um meine Gepäck im Hotel abzuholen und anschliessend zum Flughafen zu fahren.

Dort stand der traditionelle Kaffe auf dem Programm.

Und am Gate folgte dann die Erkenntnis: der Frankfurter Flughafen und ich sind immer noch nicht einer Meinung, wenn es um die Definition von “pünktliche Rückreise” geht. Nach zwei Stunden im letzten Jahr wurde es dieses Jahr dann aber ‘nur’ eine Stunde Verspätung und immerhin konnte ich mir einen Arbeitsplatz sichern, wo ich mein Handy laden und mein aktuelles Manuskript durchgehen konnte.

Und gegen 22.00 Uhr hatte ich es dann wieder nach Hause geschafft, sehr zur Freude der Katzis.

Bis nächstes Jahr, Frankfurt!

 

 

 

 


Quelle Bilder: grösstenteils von mir; einzelne Bilder vom Nornennetz, Schreibmeer und von Skoutz.

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